Das Weber-Museum
Von Spinnen, Weben, Walken, Färben...
2018 eröffnete Gerald Lehmann das Weber-Museum in Lindenberg (Pfalz) und erzählt seit dem die Geschichte der Tuchindustrie im Lambrechter Tal.
1565 kamen wegen ihres Glaubens verfolgte Wallonen nach St. Lambrecht und brachten ihr Handwerk mit. "Die Wollweber" webten Tuch von exzellenter Qualität. Womit Lambrecht zum bedeutendsten Zentrum der pfälzischen Tuchindustrie aufstieg.
Das Aufkommen des "Schnellschusses" ging für die Weber mit einer langen "Garnnot" einher. Erst mit der Erfindung der "Spinning Jenny", die massenhaft Garn spinnen konnte , ging diese zu Ende.
1823 errichteten die Lambrechter Weber ihre erste mechanische Spinnerei beim Lindenberger Nonnental. Westlich dieser folgten 1832 und 1836 weitere zwei Spinnereien. Womit Lindenberg zum "Tuchmacherdorf" avancierte.
Trotz teilweiser Angliederung wie "Walkerei" und "Appretur", gelang nur der Nonnentaler "Tuchfabrik" die Erweiterung zur Volltuchfabrik. Als diese 1906 durch Brand abging, endete die Linderberger Tuchmacherzeit. In Lambrecht schloß 1966 die letzte Tuchfabrik ihre Tore.
Im Weber-Museum wird die Geschichte über 400 Jahre Tuchmacherei im Lambrechter Tal wieder lebendig.
Das Museum bietet:
- über 400 Exponate
- Multimediainstallationen
- das alte Tuchmacher-Handwerk
Geöffnet von April bis Oktober: Mittwoch, Sonntag und Feiertage
Führungen bis max. 12 Personen
Sonderverantstaltungen:
- Vorträge
- Probeweben am Handwebstuhl "mit dem Schiffchen durch das Fach“
- Webkurse "von der Gewebeplanung zum Tuch"
- Wanderungen "Industriekultur" zu Stätten der Tuchmacherreie in Lindenberg und Lambrecht

Kontaktdaten Weber-Museum
Gerald Lehmann
Joppenholzstr. 6, 67473 Lindenberg
Tel. 06325-980442, Mobil 0151 72749832
webermuseum-lindenbergpfalz@t-online.de



